Schülerlabore vernetzen sich

19.11.2010

Sachsen-Anhalts naturwissenschaftlich-technische Schülerlabore gründen Netzwerk und unterzeichnen Kooperationsvereinbarung


Magdeburg/19.11.2010. Im Rahmen einer Gründungsveranstaltung in Magdeburg und über 50 Gästen haben sich heute neun Schülerlabore aus Sachsen-Anhalt zum Netzwerk Na LoS! zusammengeschlossen. Ziel ist es, die Wirkung der Labore als wichtiger praxisnaher Lernort im Bildungssystem zu verstärken und langfristig Bildungsangebote auf hohem Niveau verlässlich zu unterbreiten.


Im Beisein von Kultusministerin Birgitta Wolff und Finanzminister Jens Bullerjahn unterzeichneten die Vertreter der Schülerlabore eine umfangreiche Kooperationsvereinbarung. So wollen sie zum Beispiel den regionalen und überregionalen Bekanntheitsgrad stärken und den Übergang von Jugendlichen von der Schule in das Studium oder den Beruf durch praxisnahe Studien- und Berufsorientierung gemeinsam verbessern. „In den Schülerlaboren Sachsen-Anhalts können Kinder und Jugendliche aller Schulformen, einschließlich der Begabtenförderung, Laboratmosphäre spüren, Wissenschaftlern über die Schulter schauen und selbst in einem authentischen Umfeld forschend lernen.“, erläutert Marion Kallas, Koordinatorin des Netzwerks, die Idee der außerschulischen Lernorte.


Die Schülerlabore sind eine Erweiterung des Bildungsangebotes und leisten in unserem Bildungssystem einen wichtigen Beitrag im Bereich der Nachwuchsförderung in Naturwissenschaften und Technik. Sie sind in den vergangenen Jahren an Universitäten, Hochschule und Technologie- und Gründerzentren in Sachsen-Anhalt mit dem Ziel gegründet worden, das Interesse von Kindern und Jugendlichen an den Naturwissenschaften und der Technik zu fördern. Mittlerweile experimentieren jährlich rund 15.000 Kinder, Schüler, Auszubildende und Lehrer in den Schülerlaboren im Land.


Kultusministerin Wolff betont: „Schülerlabore verbinden Theorie und Praxis. Damit machen sie auf ganz eigene Weise Naturwissenschaft und Technik begreifbar. Was kann mehr begeistern? Als außerschulische Lernorte ergänzen sie gleichzeitig durch wissenschaftliche Expertise und Praxisnähe unsere Lehrerfortbildung im Land.“

„Das Netzwerk schlägt eine Brücke zwischen Schule, Wissenschaft und Wirtschaft. Gerade vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels im Land, insbesondere in leistungsstarken und innovationsorientierten Branchen wie der Chemie, Biotechnologie und Pharma, sind naturwissenschaftliche Kompetenzen bedeutsam. Es lohnt sich in Sachsen-Anhalt, Technik und Naturwissenschaften zu erlernen“, ergänzt Finanzminister Bullerjahn.

Neben den Vertreterinnen und Vertretern aus Politik und Verwaltung, präsentierten sich bei der Veranstaltung auch Schülerinnen und Schüler und Unternehmer sowie Wissenschaftler.

 

„Na LoS! Netzwerk außerschulische Lernorte – Schülerlabore Sachsen-Anhalt“
Das Netzwerk ist ein Zusammenschluss von neun Schülerlaboren (außerschulische Lernorte) im Land Sachsen-Anhalt. Die gemeinsamen Ziele sind: Förderung von Bildung im Bereich Naturwissenschaften und Technik, Nachwuchsförderung, Öffentlichkeitsarbeit und eine nachhaltige Sicherung der Schülerlabore. Bisher werden jährlich rund 15.000 Kinder, Schüler, Auszubildende und Lehrer in den Schülerlaboren auf einzigartige Weise an naturwissenschaftliche Aufgabenstellungen und deren Erforschung herangeführt.


Die außerschulischen Lernorte und Unterzeichner sind:

1. ABI Lab in Bitterfeld-Wolfen
2. „Chemie zum Anfassen“ in Merseburg
3. Grünes Labor in Gatersleben
4. HaSP – Halles Schülerlabor für Pysik in Halle
5. „Lehrpfad Elektrotechnik und Informationstechnik“ in Magdeburg
6. „Lernen durch Lehren im Fachgebiet Chemie“ in Halle
7. Naturwissenschaftliches Schülerlabor auf dem Weinberg Campus in Halle
8. Naturwissenschaftliches Schülerlabor Ökostation Neugattersleben in Neugattersleben
9. Schülerprojektraum „GUERICKIANUM“ in Magdeburg


Kontakt über:
Marion Kallas
Projektmanagement, Öffentlichkeitsarbeit
Gesellschaft für Wirtschaftsförderung
Aschersleben-Staßfurt mbH - Großer Markt 9 - 39418 Staßfurt
Telefon: 03925 – 930124 - Telefax: 03925 – 930125
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